Der Mayakalender und der Weltuntergang
am 21.12.2012
Der Mayakalender ist, im Gegensatz zu
unseren heutigen Kalendern, nicht linear aufgebaut, sondern zyklisch. Er
setzt sich aus mehreren verschiedenen kreisförmigen Kalendern zusammen,
die wie die Zähne eines Zahnrads ineinander greifen.
Die einzelnen Kalender dienten verschiedenen Zwecken. Die Zivilbevölkerung
verwendete den Haab-Kalender, der sich nach der Sonne richtet und 365
Jahre umfasst. Er diente in erster Linie dazu, Saat- und Erntezeiten zu
bestimmen.
Für kultische Zwecke gab es den Tsolkin-Kalender, der 260 Tage umfasst.
Durch Kombination beider Kalendarien ist über 52 Jahre hinweg jeder Tag
exakt benennbar. Diesen Zeitraum bezeichnet man auch als Kalenderrunde.
Zusätzlich gibt es noch die so genannte Lange Zählung oder Long Count, die
für astronomische Berechnungen verwendet wird und der exakten Aufzeichnung
von historischen Ereignissen dient, beispielsweise der Inthronisation
eines neuen Königs. Im Long Count wird in jeweils 5 Blöcken von je 20
Tagen gezählt. Auf diese Weise ist eine eindeutige Datumsangabe über 5125
Jahre hinweg möglich.
Am 21. Dezember 2012 endet der aktuelle Long Count Zyklus von 5125 Jahren,
und ein neuer Zyklus beginnt.
Hinweise über die konkreten Ereignisse, die uns an dem Tag dieser
Zeitenwende erwarten, liefern die Maya leider kaum. Jedoch gibt es
Verweise auf die letzte Wende, also den Beginn des Zyklus, in dem wir uns
derzeit befinden: Am Zeitenwechsel sollen Götter auf die Erde gekommen
sein und Dinge neu geschaffen haben.
Der einzige konkrete Hinweis auf die nächste Zeitenwende stammt aus
Tortuguero in Mexiko, von einem Maya-Monument aus dem 7. Jahrhundert vor
Christus. Hier wird ebenfalls darauf hingewiesen, dass ein Wesen auf die
Erde herabsteigen wird. In anderen Quellen wird dieses Wesen als
Kriegsgott oder Gott der Unterwelt bezeichnet – ein Hinweis, dass der alte
Zyklus mit Tod und Zerstörung enden wird.