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Der Weltuntergang


Der Gedanke an den Tod beschäftigt die Menschheit seit alters her. Dabei geht es nicht nur um den Tod des Individuums, sondern um den so genannten Weltuntergang.
Dieser findet in der menschlichen Fantasie entweder als Vernichtung unseres Planeten Erde – gegebenenfalls auch des kompletten Universums – statt, oder aber "nur" als Auslöschung allen Lebens auf der Erde, manchmal auch nur allen menschlichen Lebens.
Schon die Philosophen der Antike beschäftigten sich mit dieser Thematik, die Propheten des Alten Testaments weisen ebenso auf die Apokalypse hin, beispielsweise der Prophet Daniel, und auch im Johannesevangelium des Neuen Testaments finden sich konkrete Hinweise. Seit dem Mittelalter versuchen Mathematiker immer wieder, den Weltuntergang mit Hilfe von mathematischen Formeln zu berechnen.
Im Lauf der Jahrhunderte finden sich immer wieder konkrete Angaben über den Zeitpunkt des Weltuntergangs. So glaubte um 500 nach Christus der Heilige Hippolytus an das alsbaldige Ende der Welt, die seiner Meinung nach im Jahre 5500 vor Christus erschaffen worden war und nach exakten 6000 Jahren untergehen sollte.
Ein weiterer Kirchenführer, Papst Sylvester II, sah den Weltuntergang für den 31.12.999 voraus.
Auch der große Reformator Martin Luther nannte konkrete Daten, ersparte sich aber weitere Vorhersagen, als der von ihm letztgenannte Termin, das Jahr 1541, folgenlos verstrich.
Die Zeugen Jehovas nannten im Verlauf etwa eines Jahrhunderts mehrere Weltuntergangstermine, unter Berufung auf das Buch Daniel aus der christlichen Bibel. Allerdings ist das bisher letztgenannte Datum, das Jahr 2000, bereits ereignislos verstrichen.
Ebenso falsch lag eine Interpretation des Nostradamus mit der Prophezeiung, im Juli 1999 würde die Welt untergehen.
Im September 2008 fürchteten Gegner des Teilchenbeschleunigers LHC, die Inbetriebnahme des Teilchenbeschleunigers könnte in einer Katastrophe münden, die die Zerstörung unseres Planeten in Form eines Schwarzen Loches zur Folge hätte.
Sowohl die Maya als auch die Hopi-Indianer sagten den Untergang der Welt für das Jahr 2012 voraus, während der Naturwissenschaftler Sir Isaac Newton mit Verweis auf die Bibel das Jahr 2060 nannte.
Was letztendlich zum Untergang der Welt oder der Menschheit führen wird, ist weitgehend umstritten. Neben Juden und Christen halten weitere Religionen oder Sekten den göttlichen Willen für die Ursache des Weltuntergangs. Verärgert über das sündhafte Leben der Menschen, beschließt der jeweilige Gott, die Erde zu vernichten.
Dass menschliches Fehlverhalten eine mögliche Ursache für den Weltuntergang sein könnte, bezweifelt kaum jemand. So gilt als nicht unwahrscheinlich, dass die Menschheit sich in einem weiteren Weltkrieg gegenseitig auslöscht, oder durch massive Umweltzerstörung unseren Planeten vernichtet, beziehungsweise die Grundlage allen Lebens auf Erden zerstört. Tödliche Krankheiten - ausgelöst durch beispielsweise Viren -, die sich zu Pandemien ausweiten, werden ebenfalls als Grund für die Auslöschung der menschlichen Rasse diskutiert.
Auch ein Kometeneinschlag könnte dem Leben der Menschen auf Erden ein Ende setzen, ähnlich wie bei der Ausrottung der Dinosaurier. Ebenso wenig ist es auszuschließen, dass die Erde mit einem anderen Stern zusammenstößt und dabei zerstört wird.
Auch wenn die Wissenschaft mit einer Supernova der Sonne erst in etlichen Milliarden Jahren rechnet, wird befürchtet, dass die Sonne sich bereits viel früher in einen Roten Riesen verwandelt, der durch seine enorme Strahlung das Leben auf der Erde in der heutigen Form vernichtet.
Nach Science-Fiction klingen Mutmaßungen, die Erde könnte durch einen Angriff von Außerirdischen zerstört werden oder künstliche Intelligenz könnte das Kommando übernehmen und die Menschheit vernichten. Doch mit Sicherheit auszuschließen sind auch diese Überlegungen leider nicht.
Unter Mathematikern jedenfalls gilt aufgrund statistischer Berechnungen als gesichert, dass das Leben
der Menschen auf Erden eines Tages ein Ende haben wird.

 

     

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